Beschreibung

Das HPV-Impfprojekt startete 2015 an sechs Pilotschulen im Kreis Bergstraße, Südhessen. Das langfristige Ziel des Projektes ist eine Verdopplung der HPV-Impfrate innerhalb der nächsten 10 Jahre in Deutschland. Das würde allein in der Rhein-Neckar-Region rund 200 Leben retten, 600 Krebsneuerkrankungen verhindern und mehr als 10.000 Operationen vermeiden.

Die Leistungen des Projektteams basieren auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut. Die Kommission ist bei Ärzten, Krankenkassen und Fachverbänden gleichermaßen anerkannt und empfiehlt seit 2014 die Impfung für alle Mädchen und seit Ende Juni 2018 auch für Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren.

Aus diesem Grund setzt das Modellprojekt bei Grundschülerinnen in der 4. Klasse an. Hierbei handelt es sich um ein freiwilliges Angebot. Die Eltern entscheiden gemeinsam mit ihren Töchtern, ob sie die Impfung durchführen lassen möchten. Als Alternative zur Schulimpfung wird im Rahmen von Informationsmaterialien und Elternabenden auf die Möglichkeit der Impfung in einer Arztpraxis hingewiesen.

 

Dr. Claus Köster, Vereinspräsident des Gesundheitsnetz Rhein-Neckar e. V.:
Je früher die Impfung erfolgt, desto besser ist der Schutz, da das Immunsystem in jungen Jahren besonders gut auf die HPV-Impfung anspricht. Die Impftage sind ein Angebot. Wir möchten Eltern die Gelegenheit geben, ihre Kinder wirkungsvoll vor einer schweren Krankheit zu schützen. Jeder kann und sollte frei entscheiden, ob er dieses Angebot in Anspruch nimmt.”