HPV-Impfung

Sicherheit der Impfung

Nach eingehender Beratung mit Gesundheitsexperten, Ärzten und Wissenschaftlern anderer Fachbereiche wurde durch die australische Regierung das staatlich finanzierte HPV-Schulimpfprogramm 2007 eingeführt. Beinahe alle australischen Schulen nehmen daran Teil. Damit war Australien das erste Land, welches ein nationales Impfprogramm gegen Gebärmutterhalskrebs einführte.

Millionen HPV-Impfungen wurden jungen Mädchen und Frauen bereits verabreicht. Da bis zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs Jahrzehnte verstreichen können sind die Studien zur Datenlage noch nicht abgeschlossen. Es gibt aber bereits Studien, die Erfolge belegen:

  • 77%-ige Verringerung von HPV-Typen, die fast 75% der Zervixkarzinome verursachen
  • 50%-ige Verminderung der schwerwiegenden Gebärmutterabnormalitäten bei Mädchen < 18 Jahre
  • 90%-ige Reduktion der Genitalwarzen bei homosexuellen Männern und Frauen < 21 Jahre

Während im Jahr 2007 noch bei 11,5 % aller untersuchten Australierinnen < 21 Jahren Genitalwarzen (Condylomata accuminata) festgestellt wurden, waren es 2011 nur noch 0,85 %.

In Australien werden mittlerweile ca. 70 % der jungen Mädchen im Rahmen des Schulimpfprogramms immunisiert. Innerhalb von 3 Jahren nach der Einführung der Impfungließen sich bei jungen Frauen < 18 Jahren fast 40 % weniger Dysplasien (Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs) beobachten.

Impffakten HPV (Stand 2019)

Krankenkassenfinanzierung: Mädchen und Jungen im Alter von 9-14 Jahren empfohlen. Bis zum 18. Lebensjahr können versäumte Impfungen nachgeholt werden. Einige Krankenkassen erstatten über diese Grenzen hinaus. 

Anzahl Impfdosen: Zwischen 9-14 sind 2 Impfdosen mit einem Impfabstand von 6 Monaten vorgesehen.

Bei Nachholimpfungen oder der Vervollständigung einer Impfserie im Alter von > 14 Jahren oder bei einem Impfabstand von < 6 Monaten zwischen der 1. und 2. Dosis ist eine 3. Impfstoffdosis erforderlich.